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Chatbot Datenschutz: KI-Chatbots DSGVO-konform einsetzen

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Chatbot Datenschutz ist ein zentrales Anliegen für Unternehmen, die neuartige KI-Chatbots wie ChatGPT einsetzen. Diese digitalen Allrounder bieten zahlreiche Vorteile, bergen jedoch auch erhebliche Risiken in Bezug auf den Schutz personenbezogener Daten. 

Die DSGVO schreibt vor, dass Unternehmen personenbezogene Daten schützen müssen. Sie dient dabei wie ein Sicherheitsnetz und soll Ihr Unternehmen davor schützen, sensible Daten zu verlieren. Doch dieses Netz kann löchrig sein, wenn Sie einen Chatbot-Anbieter wählen, der die strengen gesetzlichen Datenschutzanforderungen nicht erfüllt.

Wie Sie sorglos die Vorteile eines KI-Chatbots, der insbesondere auf generativer KI basiert (z. B. ChatGPT) genießen können, ohne sich dabei durch den Paragraphen-Dschungel zu wälzen und das Risiko nicht DSGVO-konform zu handeln minimieren sowie hohen Bußgeldern entgehen können, erfahren Sie jetzt in diesem Beitrag.

Das Wichtigste in Kürze...

Der Einsatz von Chatbots mit generativer KI ist seit aufkommen von ChatGPT sehr gestiegen.

Die DSGVO soll natürliche Personen bei der Verarbeitung ihrer Daten schützen und den freien Datenverkehr gewährleisten.

DSGVO-Verstöße können mit bis zu 20 Millionen Euro oder 4 % des
globalen Umsatzes geahndet werden.

Disclaimer

Die Informationen in diesem Blogbeitrag dienen nur zu allgemeinen Informations-zwecken und stellen keine Rechtsberatung dar. Wenn Sie juristische Beratung benötigen, sollten Sie sich an einen Rechtsanwalt wenden.

Recap: Was ist eigentlich ein Chatbot?

Ein Chatbot ist ein Computerprogramm, das in der Lage ist, mit Menschen in natürlicher Sprache zu kommunizieren.

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Einsatz im Unternehmen

Wie schon erwähnt, sind KI-Chatbots wahre Allroundtalente. Sie werden zwar häufig in der Kommunikation mit Kunden eingesetzt, um automatisiert Anfragen zu beantworten. Doch ist ihr Wirkungsbereich nicht auf den Kundenservice begrenzt. Auch in diesen und weiteren Gebieten finden Chatbots ihre Anwendung:

Technologie: LLMs und Künstliche Intelligenz

Technologisch gesehen funktionieren heutige KI-Chatbots mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI), genauer gesagt mit Natural Language Processing (NLP) – der natürlichen Sprachverarbeitung. Hierbei wird KI dazu genutzt, um die Absicht des Nutzenden zu verstehen und daraufhin eine Antwort zu generieren, die der Absicht des Nutzenden entspricht. 

Beim Generieren der Antworten wird vermehrt auf große Sprachmodelle gesetzt. NLP ist der Zweig der künstlichen Intelligenz, der sich speziell auf die Verarbeitung und das Verständnis natürlicher Sprache konzentriert

Large Language Models (LLMs) sind eine spezielle Art von KI-Modellen. LLMs sind eine entscheidende Technologie im Bereich NLP, da sie die Fähigkeit haben, Texte in menschenähnlicher Sprache zu verstehen und zu generieren. Sie werden in verschiedenen NLP-Anwendungen zur Generierung textbasierter Inhalte verwendet , darunter maschinelles Übersetzen, Textverständnis, Chatbots und Textgenerierung. Ein aktuelles Beispiel hierfür ist ChatGPT.

Vorteile im Unternehmen

KI-Chatbots bieten eine breite Palette von Vorteilen, doch ihr prominentester Nutzen liegt zweifellos in der Automatisierung des Kundenkontakts. Insbesondere im Kundenservice werden Chatbots vorwiegend eingesetzt, um Kundenanfragen eigenständig zu bearbeiten.

Weitere Chatbot-Vorteile für Unternehmen finden Sie hier: „11 Chatbot Vorteile für Unternehmen“

Die DSGVO und Chatbots: Wichtige Richtlinien für Datenschutz und Compliance in Deutschland

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist ein europäisches Gesetz, das den Schutz personenbezogener Daten regelt. Sie ist in Artikel 2 Absatz 1 in Verbindung mit Artikel 1 Absatz 1 des Grundgesetzes (GG) verankert. In Deutschland trat die DSGVO seit dem 25. Mai 2018 in Kraft.

Die DSGVO gilt demnach auch für Chatbots. Unternehmen, die Chatbots einsetzen, müssen daher sicherstellen, dass sie die DSGVO grundsätzlich einhalten. 

Im Folgenden finden Sie eine Liste wichtiger Richtlinien, die bei der Verwendung von Chatbots zu beachten sind:

  • Personenbezogene Daten dürfen nur dann verarbeitet werden, wenn eine rechtliche Grundlage dafür besteht. Die gängigsten rechtlichen Grundlagen sind Einwilligung, Vertragserfüllung und gesetzliche Verpflichtung.

 

  • Personenbezogene Daten dürfen nur für die Zwecke verarbeitet werden, für die sie erhoben wurden.

 

  • Personenbezogene Daten müssen sicher gespeichert und verarbeitet werden.

 

  • Betroffene Personen haben das Recht auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Datenübertragbarkeit und Widerspruch.

Praxistipp: Holen Sie sich Ihren Datenschutzbeauftragten aus dem eigenen Unternehmen mit ins Team, um weitere mögliche Datensicherheitsrisiken zu minimieren.

Warum ist der Chatbot Datenschutz wichtig für Unternehmen?

Beim Einsatz von Chatbots spielt für Unternehmen das Thema Datenschutz eine signifikante Rolle. Das geht laut einer Studie des Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ hervor. Der überwiegende Teil (71 %) sagt, dass sie es als sehr wichtig ansehen, dass Datenschutzthemen geklärt sein müssen. So soll bei den Befragten “die Klärung aller relevanten Datenschutzaspekte die größte Priorität genießen“. 

Im Hinblick auf die Motive, lässt auch dort die Studie Einblick gewähren: 85 % der befragten Unternehmen schätzen die Angst vor Datenschutz “mittel” bis “sehr hoch” ein. “Angesichts der Tatsache, dass in der Finanzbranche typischerweise sensible Kundendaten betroffen sind, ist eine frühzeitige Klärung offener Punkte unabdingbar”.

Weiter interessant ist, dass sich die Hürde bezüglich des Chatbot Datenschutzes “kaum zwischen denjenigen Unternehmen, die Conversational AI bereits im Einsatz haben und denjenigen, die gegenwärtig noch nicht mit der neuen Technologie arbeiten, unterscheiden.”. Neben der Studie, gibt es auch noch weitere wichtige Gesichtspunkte:

 

Rechtskonformität: Unternehmen sind verpflichtet, den Datenschutz der Nutzer ihrer Chatbots zu gewährleisten. Dies gilt sowohl für die DSGVO als auch für das BDSG.

Vertrauen der Kunden: Kunden erwarten, dass Unternehmen ihre Daten vertraulich behandeln. Ein Verstoß gegen den Datenschutz kann das Vertrauen der Kunden schädigen und zu Umsatzeinbußen führen.

Bußgelder: DSGVO-Verstöße können mit bis zu 20 Millionen Euro oder 4 % des
globalen Umsatzes geahndet werden.

Welche Risiken birgt die Nutzung von ChatGPT für Unternehmen?

Der Hype ist groß, so ziemlich jeder hat sich bereits mit ChatGPT beschäftigt. Obwohl der Chatbot eine leistungsstarke Software ist, bringt die Nutzung von solchen KI-Modellen Risiken mit sich:

  • Datenschutzrisiken: Der Chatbot sammelt z. B. Daten über Benutzer-interaktionen, aber ob dies datenschutzkonform geschieht, ist nicht bekannt.

 

  • Sicherheitsrisiken: Auch Sicherheitsverletzungen können durch ChatGPT entstehen, die zu Datenverlust oder -diebstahl führen können. Dies kann negative Auswirkungen auf das Unternehmen haben, z. B. zu finanziellen Verlusten, Rechtsstreitigkeiten oder Kundenabwanderung führen.

 

  • Diskriminierung: Durch ChatGPT könnten diskriminierende Inhalte erzeugt werden, die gegen bestimmte Personengruppen gerichtet sind. Dies kann zu Kontroversen und negativer Berichterstattung über das Unternehmen führen.

 

  • Fehlinformationen: Es kann passieren, dass ChatGPT Fehlinformationen generiert, die dazu führen können, dass Unternehmen in ein schlechtes Licht zu rücken und das Image zu schädigen.

 

Vor allem in Bezug auf die Unsicherheit zum Thema Chatbot Datenschutz, welcher höchste Priorität für Nutzer und Unternehmen hat, ist davon abzuraten, sensible Inhalte an den KI-Chatbot weiterzutragen.

Checkliste: 5 Chatbot Datenschutz Tipps
für Unternehmen

Der Datenschutz ist für Unternehmen, die mit personenbezogenen Daten umgehen, von entscheidender Bedeutung. Nur durch eine präzise Auseinandersetzung mit dem Thema können Sie mögliche Risiken und Schäden verhindern.

Die Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) kann schnell eine große Herausforderung darstellen. Die Regelungen sind komplex und es ist schwierig, den Überblick zu behalten. 

Die folgenden fünf Chatbot Datenschutz Tipps helfen Ihnen dabei, die wichtigsten Datenschutzanforderungen der DSGVO für Chatbots zu erfüllen und hohe Strafen zu vermeiden:

1

Aktive Einwilligung einholen

Bevor Sie personenbezogene Daten von Nutzern über einen Chatbot erheben, müssen Sie diese um ihre Einwilligung bitten. Dies kann über ein Opt-in-Verfahren erfolgen, bei dem der Nutzer aktiv zustimmt, dass seine Daten erhoben und verwendet werden.

2

Transparenz bei der Datennutzung

In Ihrer Datenschutzerklärung müssen Sie die Nutzer darüber informieren, welche personenbezogenen Daten Sie über den Chatbot erheben und wie Sie diese verwenden. Dazu gehören unter anderem die Art der Daten, der Zweck der Erhebung und die Dauer der Speicherung.

3

Datensparsamkeit

Sie sollten nur so viele personenbezogene Daten erheben, wie Sie für den Zweck der Nutzung des Chatbots benötigen. Achten Sie dabei auf die Datenminimierungspflicht der DSGVO.

4

Datensicherheit

Ihre Chatbot-Software sollte die erforderlichen technischen und organisatorischen Maßnahmen zum Schutz der personenbezogenen Daten treffen. Dazu gehören beispielsweise Verschlüsselung, Zugriffskontrolle und regelmäßige Sicherheitsprüfungen.

5

Nutzerrechte beachten

Nutzer haben ein Recht auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Widerspruch gegen die Verarbeitung sowie auf Datenübertragbarkeit. Sie sollten diese Rechte auch für die Nutzung von Chatbots sicherstellen.

Chatbot-Datenschutz Checkliste
Chatbot Datenschutz Checkliste

Entspricht ChatGPT den Richtlinien
der DSGVO?

Die Frage, ob ChatGPT den Richtlinien der DSGVO entspricht, ist noch nicht abschließend beantwortet. Es besteht die Möglichkeit, dass ChatGPT gegen die Vorgaben der DSGVO verstößt, da es personenbezogene Daten verarbeitet. Zusätzlich werden diese Daten an Server in den USA übertragen, die aus datenschutzrechtlicher Sicht als Drittland gelten. Die deutschen Datenschutzbehörden prüfen den Fall derzeit. Es kann passieren, dass OpenAI die Nutzung von ChatGPT in Deutschland einschränken oder gar einstellen muss.

DialogBits Generative vs. ChatGPT - Chatbot Datenschutz im Vergleich

ChatGPT hat den KI-Markt revolutioniert. Seine Technologie und Verbreitung haben
die Messlatte für alle anderen KI-Lösungen höher gelegt. Aber wie sieht es mit dem Datenschutz aus? Um das herauszufinden, haben wir unsere eigene Generative-
Lösung mit ChatGPT verglichen. Was ist der generative Ansatz von DialogBits?

Entscheiden Sie sich für Datensicherheit:
DialogBits bietet Datenschutzkonforme KI-Chatbots

Zusammenfassend lässt sich feststellen: Ja, KI-Chatbots lassen sich DSGVO-konform einsetzen! Doch sollten Sie einige wichtige Aspekte beachten. In erster Linie sollten Sie sich den Datenschutzrisiken bewusst sein und entsprechende vorbereitende Maßnahmen ergreifen. Eine dieser entscheidenden Maßnahmen stellt die richtige Wahl des Chatbot-Anbieters dar. 

Mit unserer Conversational AI Plattform DialogBits verfolgen wir den Generative-First-Ansatz. Dabei verwenden wir eine selbstentwickelte Generative KI-Technologie, bei der sich auch unterschiedliche LLMs einsetzen lassen. 

Unser in Münster ansässiges Unternehmen steht Ihnen gerne zur Verfügung, um Ihnen in einem ersten, unverbindlichen und individuellen Demo-Termin die Details Ihres Chatbot-Projekts näherzubringen. Wir unterstützen Sie dabei, die richtige Wahl für den Datenschutz und die Effizienz Ihrer Chatbot-Lösung zu treffen.

Lernen Sie DialogBits
unverbindlich kennen!

FAQ

Wie nutzt DialogBits den generativen Ansatz?

Wir bei DialogBits nutzen den generativen KI-Ansatz, um Chatbots auf Basis Ihres eigenen Unternehmenswissens selbstständig zu trainieren, sodass dieser in wenigen Minuten einsatzbereit ist. 

 

Mehr dazu: https://www.dialogbits.com/generative/

Wie sieht es mit dem Datenschutz beim generativen Ansatz bei DialogBits aus?

Sofern die Generative-Funktion von DialogBits im On-Premises-Betrieb oder ein Cloud-LLM wie ChatGPT in einem EU-Mitgliedsland gehostet wird, besteht 100 % DSGVO-Konformität.

Welche Chatbot-Arten gibt es?

Vereinfacht gesagt lassen sich Chatbots auf Basis der Technologie in drei Kategorien einteilen:

 

  1. Regelbasierte Chatbots
  2. KI-basierte Chatbots
  3. Hybrid-Chatbots

 

Anhand des Anwendungsbereich gibt es weitere Unterscheidungen. Mehr Informationen passend dazu in einem unserer Blogbeiträge zum Thema: Chatbot-Arten

Wo werden Chatbots eingesetzt?

Chatbots werden in einer Vielzahl von Bereichen eingesetzt:

 

  • Kundenservice
  • Vertrieb
  • Marketing
  • Bildung
  • Verwaltung
  • Unterhaltung
  • IT-Support

 

In unserem Bereich „Lösungen“ finden Sie ausführlichere Informationen zu den Anwendungsbereichen eines KI Chatbots.

Was passiert mit den Daten von ChatGPT?

OpenAI speichert die Daten von ChatGPT auf seinen Servern. Dazu gehören die Eingaben der Nutzenden, die Chatprotokolle und die Trainingsdaten. Die Eingaben werden für die Verbesserung von ChatGPT verwendet, die Protokolle für die Überwachung.

Sie möchten Ihren eigenen Chatbot erstellen?

Kontaktieren Sie uns gerne via E-Mail, Telefon oder über unser Kontaktformular für einen unverbindlichen und kostenlosen Beratungstermin.

DialogBits bietet Ihnen eine intuitive Conversational Plattform zum Erstellen effizienter Chatbots mit künstlicher Intelligenz, für die keine Programmierkenntnisse notwendig sind.

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